Am 10. Oktober 2026 steht die Welt der Uhrmacherei erneut im Mittelpunkt: World Watch Day geht in seine zweite Ausgabe.

Die internationale Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um die weltweite Uhrengemeinschaft zusammenzubringen und die verschiedenen Facetten der Uhrmacherei sichtbar zu machen. Dabei geht es um weit mehr als um die Uhren selbst. Im Mittelpunkt stehen auch Handwerkskunst, technische Expertise, Kultur, Kunst, Geschichte und die Menschen, die dieses Wissen über Generationen hinweg weitergeben.

Nach der ersten Ausgabe im Jahr 2025, die laut den Veranstaltern Aktivitäten in mehr als 25 Ländern zusammenbrachte und über sechs Millionen Menschen erreichte, kehrt World Watch Day 2026 mit einem neuen Leitthema zurück: „Time as Living Heritage“ – Zeit als lebendiges Kulturerbe.

Das Thema unterstreicht, dass Uhrmacherei kein statisches Erbe ist. Traditionelle Techniken und über Generationen weitergegebenes Wissen bleiben erhalten, entwickeln sich jedoch gleichzeitig weiter. Neue Generationen von Uhrmachern, unabhängige Kreative, Künstler, Sammler und technische Innovationen tragen dazu bei, diese Kultur kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Das Programm 2026 spiegelt diese Vielfalt wider. Museen, Manufakturen, Uhrenmarken, Schulen, kulturelle Institutionen, Sammler und Fachleute beteiligen sich mit Ausstellungen, Gesprächen, Führungen, Workshops und künstlerischen Projekten.

Und unter den internationalen Schauplätzen nimmt Genf eine besondere Stellung ein.

Genf im Zentrum der Feierlichkeiten

Kaum eine Stadt ist so eng mit der Geschichte der Uhrmacherei verbunden wie Genf. Seit Jahrhunderten prägt die Uhrmacherei die Identität der Stadt und bis heute ist Genf ein bedeutender internationaler Standort für die Haute Horlogerie.

Am 10. Oktober findet im Musée d’Art et d’Histoire de Genève (MAH) eines der wichtigsten Programme des World Watch Day statt.

Der Tag beginnt um 9:30 Uhr mit einem Treffen, das insbesondere jüngere Generationen und neue Uhrenliebhaber zusammenbringen soll. Croissants und ein DJ sorgen dabei für einen etwas anderen Einstieg in einen Tag rund um die Uhrmacherei.

Anschließend folgen mehrere Gespräche über die Gegenwart und Zukunft der Branche.

Um 11:15 Uhr steht die erste Gesprächsrunde „Watchmaking today and tomorrow“ auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung der Uhrmacherei und die Frage, wie sich die Branche weiter verändern wird.

Um 12 Uhr folgt eine Führung durch das Museum, die den historischen und kulturellen Aspekt der Uhrmacherei stärker in den Mittelpunkt rückt.

Um 13 Uhr richtet sich der Fokus auf die Rolle der Schweiz und insbesondere Genfs mit „Watchmaking, Geneva and Switzerland“. Die Gesprächsrunde beschäftigt sich mit der Bedeutung Genfs und der Schweiz für die Geschichte und Entwicklung der Uhrmacherei.

Um 14 Uhr folgt mit „Time as a Living Heritage“ eine zweite Gesprächsrunde, die direkt an das diesjährige Motto anknüpft. Dabei geht es um die Frage, wie uhrmacherisches Wissen bewahrt, weitergegeben und von neuen Generationen neu interpretiert wird.

Auch Kunst ist Teil des Programms. Um 10:10 Uhr präsentiert der Künstler Mauro Carraro Letter to Time, ein eigens für World Watch Day 2026 geschaffenes Kunstwerk. Die Arbeit wurde mit blauer Tinte und Blattgold gestaltet und soll anschließend im Rahmen einer Online-Auktion zugunsten eines guten Zwecks angeboten werden.

Das Programm in Genf beschränkt sich jedoch nicht auf das Museum.

Vom 7. bis zum 10. Oktober präsentiert die Cartier Boutique an der Rue du Rhône 22 historische Zeitmesser aus der Cartier Collection. Besucher erhalten damit die Möglichkeit, bedeutende Stücke der Geschichte der Maison zu entdecken und einen Einblick in die Entwicklung ihrer Uhrmacherkunst zu gewinnen.

Auch außerhalb Genfs finden in der Schweiz verschiedene Veranstaltungen statt. Dazu gehören unter anderem Aktivitäten im Musée Atelier Audemars Piguet in Le Brassus, im Musée d’horlogerie du Locle sowie in Sainte-Croix, wo Handwerkskunst und mechanische Präzision im Mittelpunkt stehen.

Gerade diese Vielfalt macht World Watch Day interessant. Die Uhrmacherei kann aus unterschiedlichen Perspektiven entdeckt werden: über ihre Geschichte, ihre Handwerksberufe, ihre technischen Entwicklungen, ihre kulturelle Bedeutung, ihre Kunst oder ihre Zukunft.

Ein internationales Event mit einem starken lokalen Erlebnis

World Watch Day ist trotz der Bedeutung Genfs keine rein lokale Veranstaltung.

Am 10. Oktober finden weltweit Ausstellungen, Führungen, Workshops, Konferenzen und kulturelle Initiativen statt. Auch online kann sich die internationale Uhrengemeinschaft beteiligen und eigene Inhalte rund um die Uhrmacherei unter #WorldWatchDay teilen.

Ein besonderer Moment ist für 10:10 Uhr vorgesehen. Uhrenliebhaber auf der ganzen Welt sind eingeladen, zu diesem Zeitpunkt ihre Uhr zu fotografieren und das Bild online zu teilen. Die Wahl von 10:10 Uhr ist dabei kein Zufall: Die Zeigerstellung wird auch in der Uhrenkommunikation häufig verwendet, da sie eine ausgewogene und ästhetische Komposition erzeugt.

Damit unterscheidet sich World Watch Day von einer klassischen Uhrenmesse.

Es gibt keinen einzigen Veranstaltungsort und kein einziges Publikum.

Man kann in Genf an einer Diskussionsrunde teilnehmen, eine historische Sammlung entdecken, ein Museum besuchen, einen Workshop erleben, Fachleute treffen oder sich digital an der Veranstaltung beteiligen.

Für internationale Besucher bietet World Watch Day gleichzeitig einen guten Anlass, Genf über seine Uhrmacherkultur zu entdecken. Der Besuch einer Veranstaltung kann mit kulturellen Erlebnissen, gastronomischen Adressen, geschäftlichen Terminen oder einem verlängerten Aufenthalt in der Region verbunden werden.

Und wenn an einem Tag mehrere Termine auf dem Programm stehen, wird auch die Mobilität zu einem Teil des Erlebnisses.

Vom Flughafen zu einem Termin, von einer Ausstellung zu einem weiteren Treffpunkt und anschließend zu einem Abendessen oder einer privaten Veranstaltung – ein dichter Zeitplan erfordert eine entsprechend präzise Organisation. Ein professioneller Chauffeurservice kann dabei für reibungslose Verbindungen zwischen den einzelnen Stationen sorgen und Besuchern ermöglichen, ihre Zeit stärker auf die eigentlichen Erlebnisse zu konzentrieren.

Auch hier entsteht eine interessante Verbindung zum Thema der Veranstaltung.

World Watch Day 2026 lädt dazu ein, Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten: als Messgröße, als Handwerkskunst, als kulturelles Erbe und als Wissen, das von einer Generation an die nächste weitergegeben wird.

Genf bietet dafür einen besonders passenden Rahmen.

Zeit ist hier Teil der Geschichte der Stadt – in den Uhrwerken, in den Handgriffen der Uhrmacher, in historischen Sammlungen und in zeitgenössischen Kreationen.

Am 10. Oktober treffen Uhrmacher, Künstler, Sammler, Fachleute und Uhrenliebhaber rund um ein gemeinsames Thema zusammen.

Zeit.

Nicht nur die Zeit, die eine Uhr misst, sondern die Zeit, die geschaffen, weitergegeben, bewahrt und erlebt wird.

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